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take the vow

Es ist alles ein bisschen aus dem Tritt geraten. Das zurückliegende Wochenende, die familiären Ereignisse davor, ein persönliches Durcheinander, der Stress in der Agentur, die Vorbereitungen auf das Trekking. Nach Trauer, Wut, Zorn, Schwäche, Euphorie, Zufriedenheit und Skepsis fühle ich mich wie Mehdi auf rechtsaußen: Überfordert.

Mein eigentliches Problem ist, dass ich das nicht gewohnt bin. Meine in schwierigen Zeiten vorhandene Souveränität geht mir abhanden. Durch den ganzen Scheiß in den letzten Tagen habe ich keine Zeit damit umzugehen und kämpfe stattdessen gegen den Schwindel an. Kein Wunder, dass ich mich auf nichts konzentrieren kann. Um ganz ehrlich zu sein: Ich will einfach nur weg. Ich muss einfach nur weg. Aber warum eigentlich?

In stiller Hoffnung, dass wenn ich die Augen schließe ich auch nicht von anderen gesehen werde; sich die Dinge ganz von selbst erledigen, auf den Winter wieder Frühling folgt? Dann wäre ich doch nicht so Hatebreed wie ich das zu Martin noch vor ein paar Tagen gesagt habe. Aber auf Emo hab ich keinen Bock. Oder muss ich weg um mich nur kurz von der Front zurück ziehen, die aktuelle Situation auswerten und dann konsequent zu handeln? Das wäre zwar auch nicht so richtig Hatebreed, aber doch schon ziemlich ähnlich.

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
Die eine will sich von der andern trennen;
Die eine hält, in derber Liebeslust,
Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust
Zu den Gefilden hoher Ahnen.

2 Reaktionen zu “take the vow”

  1. paracuda

    http://www.youtube.com/watch?v=mYCRmV6s5CE

    All these feelings I can’t explain
    The constant struggle day by day

    Das mit dem “von selbst erledigen” hoffe ich auch andauernd. Aber dann steht man doch wieder auf, geht pissen, holt sich ‘n Bier, atmet tief durch und hofft, dass man mit kleinen Schritten möglichst weit kommt. Wenn Du also deine HiTec-Socken wiedergefunden hast, schnall, dir deinen Rucksack um, reiß ein paar Kilometer ab und komm mit wundem Schritt, aber klarem Kopf wieder. Auch wenns dann wieder von vorne losgeht. Du wirst eine weitere Erinnerung haben, in die Du dich flüchten kannst, wenn der Alltag wieder zu sehr Celine Dion ist.

  2. Mario A.

    Wegrennen ist keine Lösung, damit lernen umzugehen schon. Drück dir die Daumen dass alles gut wird, was auch immer geschehen ist.

    Aus Motorcity
    Mario

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