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Diesen Film dürfen meine lieben Eltern nie sehen: Neunundreißigneunzig. Sonst machen sie sich noch mehr Sorgen darüber, in welcher Welt sich ihr geliebter Sohn bewegt.

Gestern war Premiere im größten Frankfurter Kino für geladene Gäste, ich dürfte mich von schreiben und stand auf der Liste. Exakt fünf Zeilen hatte ich mir zu dem Film durchgelesen, wusste wohl, dass es eine Buchverfilmung ist.
Das war dann auch schon. Um die Handlung kurz zu überschlagen: Werber, erfolgreich, lebt das “typische” Werberleben (verbraucht also Unmengen an Kokain, Frauen, Alkohol und Geld), hat irgendwann einen totalen Absturz und taumelt dann langsam Richtung Freitot.

Die Handlung ist ein bisschen flach, jedoch nachvollziehbar, und ganz nett gemacht (die Trips). Wer selbst au dieser Branche kommt, dürfte des öfteren in sich hinein lächeln, oder sich an diverse Erlebnisse erinnert fühlen; OHNE das der Film das zwanghaft versucht zu erreichen. Und das ist für uns angenehm, für die Anderen (die die irgendwelche langweiligen Jobs haben), dürfte der Film einfach nur halbwirklich und überzogen wirken. Da lacht schonmal das ganze Publikum, wenn im Hintergrund einer Szene der Löffel ausgewählt wird, mit dem das Model während des Drehs das Produkt (einen Light-Jogurt) löffeln soll, während ich mir denke: Ihr lacht darüber? Bei meinem letzten Shooting habe ich 2 Stunden lang den richtigen Gartenschlauch ausgesucht …

Der Film hat zwei Enden wovon nur das mit dem, soviel sei jetzt vorweggenommen, Selbstmord konsequent ist. Ich hoffe das alternative Ende ist nicht ernst gemeint. Denn sollte es ernst gemeint sein, dann ruiniert dieses den ganzen Film.

Fazit: Er ist sehenswert. So oder so. Wir und die Anderen lachen dann einfach über unterschiedliche Dinge in diesem Film.

Und jetzt zieh ich mir die nächste Line und verkaufe euch Dinge die nichts besonderes sind. Um am Ende vom Dach meiner Agentur zu springen. Bis dann!

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