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MotorShow: First generation Mustang

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Es gibt definitiv ein paar Autos die schöner sind als alle anderen. Dazu gehört für mich die erste Mustang Fastback Serie. Das Heck dieses Auto ist von außen und innen voller geiler Details, die Form der Heckscheibe einfach der Knaller. So etwas wollte ich immer mal haben – und hab mir den ersten bezahlbaren direkt gekauft.

Das Auto stand in München, hatte praktisch keine Papiere, war abgeschlossen ohne das es einen Schlüssel dazu gegeben hätte. Aber es war ein echter GT mit Handschaltung und 289er Achtzylinder. Außerdem hatte er seltene wie originale Extras á la Colorverglasung, elektrische Uhr, Doppelrohrabgasanlage und Drehzahlmesser.

So stand in dieser Scheune ein ziemlich runtergekommenes Pony, das nur auf mich wartete. Ich war vorher schon 3–4 mal in München gewesen um mir andere Autos anzusehen, mitgebracht hatte ich dann aber nur den Ford. Wir holten das Auto mit dem Hänger, denn fahrbereit war er natürlich nicht. Im Gegenteil; er war ziemlich weit davon entfernt.

Ein besserer Zustand wäre für mich als knapp Neunzehnjährigen auch nicht drin gewesen. Richtig billig war das Fastback natürlich trotzdem nicht – dazu ist dieser Typ mit der Ausstattung einfach zu selten.

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Mein eigentlicher Plan sah vor den Wagen erstmal irgendwie fahrbar zu machen. Deswegen kaufte ich die komplette Zündanlage, eine entsprechende Batterie, eine neue Lichtmaschine, einen neuen Anlasser, eine neue Ansaugbrücke, Kleinteile wie Luftfilter etc. und mit Hilfe von einem Bekannten (der aus Langweile 8-Liter Chevymotoren baut) lief der Kleine auch tatsächlich wieder. Damals war D-Mark noch offizielle Währung, und ich gab eine Menge Geld für den Motorenkram aus – da ich nur auf Highperformance-Teile setzte. Dieses Faible habe ich mir auf diversen Motorsportveranstaltungen geholt. Das lag auch insofern nahe, dass in der Halle meines Mentors eh nur sehr hochwertiges Material verbaut wurde.

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So hatte ich dann eine dicke MSD-Zündanlage mit Silikonmantelkabel, einen Hochleistungsanlasser, einen Aluminium-Kühler, eine Weiland Ansaugbrücke, die Batterie im Kofferraum usw. … aber keine Bremsen, eine Lenkung die ich von der Servounterstützung befreit hatte und jede Menge Löcher im Boden. Heute würde ich das Ganze etwas anders angehen, aber damals wollte ich ein möglichst schnelle Auto haben. Leider habe ich mein ganzes Geld für in diesem Moment sinnlose aber geile Teile ausgegeben, anstatt mich erstmal um eine gesunde Basis zu kümmern.

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So kam dann der Entschluss erstmal einen Cut zu machen; und den nächsten Fehler gleich hinterher. Ich habe die ganze Kiste auseinander gerissen. Komplett. Was dann kam war die größte Materialschlacht die ich jemals bei einer Resto mitgemacht habe. Neue Motorhaube, Neuer Kofferdeckel, neue Bodenhälften, neue Seitenteile, neue Schweller, neuer Vorderbau und so weiter. Eigentlich alles bis auf das absolute Gerüst und das Dach haben wir entweder nachgebaut oder bestellt und angeschweißt. Was ich anfangs in einen Motor investiert habe, investierte ich nun nochmals in Blech. Zu diesem Zeitpunkt war ich übrigens noch Schüler und gerade am Überlegen wie ich am besten Grafiker werden könnte.

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Damals habe ich eine kleine Gestaltung für einen meiner ersten eigenen Kunden gemacht. Als dieser erfuhr wohin sein Geld direkt und ohne Umwege fließen wird, wollte er den Mustang unbedingt sehen. Er war ziemlich Feuer und Flamme, ob der guten original Ausstattung und des mittlerweile perfekten Karosseriezustands. Also machte er mir ein Angebot, das ich nach einigem hin und her angenommen habe. Und so trennten sich die Wege meines Fastbacks und mir nach ca. 1,5 Jahren wieder. Viel gefahren bin ich damit nicht, und wenn dann im Prinzip nur über Feldwege und im Industriegebiet. Das Auto habe ich aber bis heute noch im Herzen.

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Von dem Erlös habe ich mir einen Rechner zum arbeiten, und ein anderes Fastback als Trostpflaster gekauft:

Einen 69er Opel Commodore A Coupe von Carsten der hier auch ab und an im Blog auftaucht.

4 Reaktionen zu “MotorShow: First generation Mustang”

  1. paracuda

    Gut, aber dem Como bin ich aber mitgefahren, oder? :D

    Schade um den Mustang. Haste den mir nicht damals gezeigt in der Halle? Oder war das wieder ne andere Kiste?

  2. wallertown

    Der tollste Wagen ever. Hätt ich damals Kohle gehabt, hätte ich Ihn gekauft.
    Was macht der Wagen denn heute?

  3. Niclas

    paracuda:

    Nein, du bist in einem anderen Commo mitgefahren. Den hatte ich im Auftrag von jemanden besorgt und gekauft. Just an diesem Wochenende (?).

    Ich glaube wir waren in der Halle. Du hast den Mustang vielleicht wirklich gesehen – krass. Das hatte ich vergessen.

    wallertown:
    Der Mustang wird anscheinden gerade zusammengebaut. Der Besitzer scheint nicht sonderlich schnell und auch nicht besonders kompetent zu sein …

  4. paracuda

    Ich glaub auch, dass ich ihn gesehen hab. Egal, danach sind wir ins Octan, das weiß ich noch.

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