Dublin 1 of 3 (or 4)
Aus der Agentur schnell in die Wohnung meine Sachen packen. Und dann ebenso schnell nach Düsseldorf.
Ersteres hat ja noch gut geklappt – bei Punkt Zwei kam dann Berufsverkehr und obligatorischer Stau um Köln dazwischen. Thomas, mit dem ich mich in Ratingen getroffen habe, stand schon neben dem Taxi an der Straße, direkt umgestiegen und an den Flughafen geballter. 3 Minuten später und wir hätten nicht mehr einchecken können. War total die Hetze, positiv betrachtet hat es aber genau gepasst. Flug war angenehm. Am Flughafen in Dublin standen schon die anderen Beiden, und mit ihnen auch die ersten 4 Guinness bereit. Es sollten nicht die letzten in den nächsten Tagen sein …
Und nun wird es schwierig. Ich bin selbst etwas beängstigt, aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was wir später noch gemacht haben. Sicher ist, dass wir kurz im Hotel waren um unser Gepäck abzugeben. Und danach ging es wahrscheinlich Richtung Temple Bar. Das ist ein Stadtteil am Südufer im City Centre. Von unserem Hotel ca. 10 Minuten zu Fuß. Das war wirklich ein guter Zufall, denn in Temple Bar ist abends die Party. Die Nächte dort (und ich war jede Nacht dort) waren ein einziger Overkill. Dazu später mehr.
Tag 1: Freitag.
Gleich die Straße 100 Meter Richtung Temple Bar von unseren Hotel aus ist ein kleiner Supermarkt. Dort kann man sich rund um die Uhr Bagels, Sandwiches und Baguettes machen lassen. Die Auswahl an Zutaten ist riesig und die Sachen wirklich lecker. Also dort erstmal was zum Frühstück geholt und Richtung Innenstadt gelatscht. Tja und dann in der Innenstadt erstmal in den erstbesten Pub. Mit ca. 4 Pints in der Birne ging es dann zur Busroute um per “hop on” an der Sightseeingtour teilzunehmen. Ich saß oben im freien, nur mit Hemd und Schal bekleidet was ich mit Ohrenschmerzen quittiert bekommen habe. Nach ca. einer dreiviertel Stunde sind ausgestiegen um The Old Jameson Distillery zu besichtigen. Leider die einzige Sehenswürdigkeit, die wir uns wirklich angesehen haben. Die Guinnessbrauerei viel ironischerweise dem eigenen Bier zum Opfer.
The Old Jameson Distillery
Dort wird kein Whiskey mehr hergestellt und ein Großteil des Gebäudekomplex ist zum Museum umgebaut. Das sogar ziemlich schön, und die Tour war auch ganz interessant. Natürlich gab es danach ein obligatorisches Whiskey Tasting. Auch hier ist mir wieder aufgefallen, dass Irland mich teilweise stark an die USA erinnert. Die Art wie die Menschen sich unterhalten, wie man empfangen wird und dass man im Shop nach der Tour ca. 100 verschiedene Jameson Shirts, Sweater, Caps und Jacken kaufen konnte. Ich blieb stark: kein Jameson-Branding. Danach gings wahrscheinlich in den nächsten Pub und dann kurz ins Hotel. Wenig später waren wir schon wieder, und natürlich zu Fuß, auf dem weg Richtung Dublin Bay um Essen zu gehen. Wir entschieden uns im gerade eröffneten ely hq abzusteigen und bekamen den letzten nicht reservierten Tisch. Der Laden ist wirklich empfehlenswert (allerdings auch ziemlich teuer). Sehr schön eingerichtet, super freundliches Personal und gemütliches Ambiente. Highlight an der unteren Bar: das sehr große und schöne Bisazza-Mosaik über Boden, Wand und Decke. Wer in Dublin gerne mal etwas besser essen gehen möchte, der sollte das ely hq auf seiner Liste haben. Anschließend ging es dann nach zwei Zwischenstationen (einmal Bar, einmal Pub) wieder gen Temple Bar.
Ich glaube an dem Abend waren wir das erste Mal im Buskers. Wenn ich so nüchtern drüber nachdenke ein ziemlich beschissenes Ding – aber immer total voll. Hier stellte sich schnell raus, dass man in Irland als Frau auf keinen Fall mit Jeans bzw. Hosen weggehen darf. Es muss ein Babydoll sein! Und es müssen hohe, offene Schuhe sein. Und es muss auch wirklich viel Make-Up, und am besten leicht gewellte Haare sein. Dabei spielt weder die Figur, noch das Aussehen im Allgemeinen eine Rolle. Hauptsache die Tüten ordentlich rausgedrückt und Bein bis zur ersten Falte gezeigt. Was tagsüber die Jogginhose und der Ugly-Boot ist – ist nachts Babydoll und Pornoschuhe. Total geil. Echt ärgerlich, dass ich kein einziges Bild dort gemacht habe.
Am nächsten Tag hatte ich echt ne Birne vom Feinsten. Gott sei Dank konnte ich relativ lang schlafen – ein erneuter Besuch im Supermarkt und anschließender Verzehr eines grandiosen Sandwiches tat dann den Rest. Und spätestens nach dem Flapjack war ich wieder hergestellt. Und was dann geschah … gibts morgen.



Einen Kommentar schreiben